Flächenmarkierung und -design
Das genaue Wiederfinden aller Flächen und Untersuchungspunkte hat oberste Priorität bei einem auf Dauerbeobachtung ausgerichteten Messprogamm. Somit bleiben sie auch auf lange Sicht und für verschiedene Bearbeiter wiederfindbar und die Vergleichbarkeit der Messwerte über die Zeit wird gewährleistet. Die ÖUB hat daher eine genaue Verortung der Messfelder nach standardisiertem Design vorgenommen (Abbildung 2-4). Sie verhindert außerdem, dass zum Beispiel eine Regenwurmerfassung Dauerbeobachtungsflächen für Vegetationsaufnahmen zerwühlt.
Bei der ÖUB wurden alle Messpunkte, die nicht zu stark von Bäumen überschirmt waren, mittels virtueller Vermarkung mit einem differentiellen Global-Positioning System (DGPS) eingemessen. Es wurde dabei mit einem hochgenauen Gerät gearbeitet (TRIMBLE 4000 SSE), dass zentimetergenaue (2 – 5 cm) Einmessungen, allerdings mit einem erhöhten Aufwand ermöglicht. Zusätzlich wurde mit einem „Rucksack“- GPS (LEICA GS 50) eine parallele Vermessung vorgenommen mit einer maximalen Genauigkeit von 30 – 50 cm. Die Eckpunkte der Vegetationsaufnahmeflächen, die Grenzpunkte des Bodenmessfeldes sowie mehrere Einzelpunkte des Vegetationstransektes wurden mit Magneten unterirdisch markiert.
Über die computertechnische Verarbeitung der gemessenen Rohdaten-Files konnte eine Zuordnung von Hoch- und Rechtswerten vorgenommen werden und damit die genaue Einordnung des Messdesigns auf die Topographische Karte als auch das Ortho-Luftbild vorgenommen werden. Ein Beispiel zeigt Abbildung 1.


